Fersensporn – neue Schuhe können helfen!
Der Fersensporn (fascitis plantaris) ist eine chronische Erkrankung des Skelettes an der Ferse des Fusses. Es handelt es sich um einen knöchernden Vorsprung am Fersenbein, der bei Belastung die Muskulatur reizt und so Schmerzen verursachen kann.
Der Fersensporn wird oftmals erst dann chronisch, wenn die Symptome und Schmerzen nicht ernst genommen werden. Die Entzündung entsteht durch Überlastung, auf die der Körper automatisch mit einem Verknöcherungsprozess antwortet. Werden die Symptome des Fersenspornes nicht ernst genommen, so schreitet die Verknöcherung immer weiter fort. Hat die Verknöcherung des Fersenspornes (Sehnenansatz) einen bestimmten Grad überschritten, ist das normale Gehen nicht mehr möglich und eine konservative Therapie meistens nutzlos. Es hilft dann oftmals nur der chirugische Eingriff, bei dem der Fersensporn entfernt wird.
Verschiedene Therapien sind etabliert und haben gute Erfolgsaussichten:
- Cortisonspritzen
- Gelkisseneinlagen
- Medikamente (Ibuprofen, Voltaren, Diclofenac)
- Operativer Eingriff
- Reizstromtherapie
- Massagen
- Strahlentherapie
- Stoßwellentherapie
- Spezielle Schuhe (MBT-Schuhe, Fitwear)
Hier soll kurz auf die besonderen Schuhe eingegangen werden. Es gibt aktuell diverse Schuhe am Markt, die versprechen mit verschiedenen Funktionen die Schmerzen beim Gehen zu lindern. Die ersten Schuhe, die in dieser Form auf den Markt gekommen sind, waren die MBT Schuhe. MBT steht für Masai Barefoot Technology und geht auf die Lauftechnik der Masai zurück. Die daraus entstandene These, dass ein instabiler Gang gesünder ist, konnte mittlerweile wissenschaftlich belegt werden.
Ein weiteres Beispiel für Schuhe, die bei Fersensporn helfen sollen, sind die Fitflop Schuhe und Sandalen, die in Europa unter dem Namen Fitwear vertrieben werden. Auch hier zeigen Untersuchungen (PDF), dass das Prinzip der Instabilität greift.
In dem PDF-Dokument erfahren sie die Meinung von Wilhelm Jordan zu den Fitwear Schuhen: „Der Schuh ist modisch sehr ansprechend. Hinterkappe und Vorderkappe sind praktisch nicht vorhanden. Entsprechend wenig Halt hat der Fuß im Schuh. Man steht auf einem weichen ’Brett‘, muss die Zehen krallen, um den Schuh zu halten. Bei einem Knickfuß kann dieser Schuh nicht stützend wirken. Die Auftrittsfläche ist aus Kunststoff, was sich negativ auf das Klima im Schuh auswirken kann.“
Weiterhin sollen die Fitwear Schuhe mit dem sogenannten Microwobbleboard die Muskeln trainieren – so wird Cellulite bekämpft und Fett verbrannt. Ob man dieser Aussage Glauben schenkt und sich überteuerte Schuhe kaufen sollte? Im Vordergrund steht hierbei die Hilfe bei einer Fersenspornerkrankung und diverse Kunden sind von den Auswirkungen der Fitwear Schuhe positiv begeistert. In Sachen Cellulite und straffe Haut ist vermutlich jede andere Maßnahme effektiver – womit nun kein operativer Eingriff an den Oberschenkeln, Gesäß oder Waden befürwortet werden soll.
Individuelle Gelkissen und Einlagen sollten diese Schuhe stets ergänzen. Fragen Sie am Besten Ihren Arzt, was Sie tun können um die Schmerzen zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankungen zu verhindern. Hier gilt es ebenfalls die individuelle Fußstellung zu berücksichtigen. Supinierende oder pronierende Füße bedürfen eventuell anderer Einlagen in MBT- oder Fitwear Schuhen, als Füße mit einer Normalstellung.